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Haus / Villa
9 Zimmer
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152 m²
Bregille, Besançon
1 295 000 €
DIE TERRASSEN VON BESANÇON
Mit Blick auf die Zitadelle erstrecken sich diese hängenden Gärten, die 2023 als ?Jardin Remarquable? ausgezeichnet wurden, in einer Abfolge von Terrassen, die im Laufe der Jahre geduldig angelegt wurden. Auf den Anhöhen von Besançon schafft dieser Ort ein spürbares Gleichgewicht zwischen Lebenskunst, Gastfreundschaft und Besinnlichkeit.
EINE LAGE MIT AUSBLICK, EIN IM LAUFE DER ZEIT GEFORMTER GARTEN
Vom Weg aus bleibt die Annäherung unauffällig. Doch sobald man das Tor durchschritten hat, öffnet sich der Blick auf die Zitadelle, die sich in der Achse befindet, wie ein Orientierungspunkt, um den sich alles gruppiert. Das Gelände bewahrt die Spuren einer schrittweisen Umgestaltung. Ein anfänglicher Hang hat sich im Laufe der Jahre zu einer Abfolge von Gärten, Terrassen und bewaldeten Bereichen entwickelt, die dem Empfang und dem gemeinsamen Erleben gewidmet sind. Jede Ebene dient einem bestimmten Zweck, der sich im Laufe des Rundgangs offenbart. Die Wege begleiten diese Gestaltung. Die Schritte folgen dem Wasser, das die Bereiche durch eine Reihe von Becken und Wasserfällen verbindet. Die Bewegung wird kontinuierlich, fast meditativ. Karpfen tauchen unter der Oberfläche auf, die Vegetation rahmt die Wege ein. Das 2023 als ?Jardin Remarquable? ausgezeichnete Ensemble drückt eine Kohärenz zwischen Pflanzenkomposition, Relief und Nutzung aus. Gemüsegarten, Obstbäume und Zierweinreben fügen sich in diese lebendige Dynamik ein. Jede Jahreszeit gestaltet die Konturen des Ortes neu.
EIN HAUS, VERWURZELT IN DER NUTZUNG
Der Eingang über die Loggia sorgt für einen sanften Übergang. Das zentral gelegene Esszimmer strukturiert auf natürliche Weise die Wegeführung. Das nach Westen ausgerichtete Wohnzimmer lädt zum Ausklang des Tages ein und öffnet sich nach außen. Das Licht gleitet herein, die Räume offenbaren sich. Die Küche, die sich um Granitarbeitsplatten und Einbaugeräte gruppiert, fügt sich fließend in die Wohnfunktionen ein. Ein Schlafzimmer im Erdgeschoss mit Ankleidezimmer geht in einen Hauswirtschaftsraum über. Das Ensemble ermöglicht einen fließenden Alltag, der sich sofort einleben lässt. Im Obergeschoss sind die Schlafzimmer übersichtlich um das Badezimmer herum angeordnet. Die klaren Linien folgen dem Lichtverlauf.
DIE KUNST DES EMPFANGENS, DAS PRIVILEG DER BETRACHTUNG
Jede Terrasse markiert einen eigenen Moment auf dem Rundgang, in einer Kontinuität, in der die Zitadelle stets präsent bleibt und von einer Ebene zur nächsten sichtbar ist. Die Empfangsterrasse lädt mit einem großen Tisch, einer Außenbar und einem Pizzaofen zum Verweilen ein. Hier entstehen ganz natürlich Gespräche, mit Blick auf die Stadt. Die Kota versammelt die Anwesenden um das zentrale Feuer. Unter der Glyzinie wird der Schatten zum Rückzugsort, dicht und kühl, filtert die Ausblicke und lässt die Zitadelle in kleinen Einblicken erscheinen. Der Pool fügt sich in eine geschützte und einhüllende grüne Kulisse ein. Die Liegestühle finden ihren Platz in dieser kontrollierten Öffnung zwischen Intimität und Landschaft. Weiter entfernt lädt ein Ruhebereich mit einem Außenbett ein, das zwischen Himmel und Vegetation steht. Das Nebengebäude fügt sich in diese schrittweise Entwicklung ein. Es beherbergt eine bereits bestehende saisonale Aktivität, die in natürlicher Verbindung mit dem Gesamtensemble steht. Der Weg führt weiter bis in die oberen Bereiche, wo sich die Ausblicke noch weiter erweitern. Jeder Schritt eröffnet eine neue Sichtweise auf den Ort. Ein Ort, an dem das Außen die Art des Wohnens vollständig prägt.
MEINUNG DES ARCHITEKTENBÜROS
Ein von der Zeit geprägtes Anwesen, bei dem der Garten die eigentliche Struktur des Ortes bildet. Gegenüber der Zitadelle gliedern die Terrassen die Nutzungsbereiche, jeder Raum findet seine richtige Bestimmung. Ein Ort, an dem Wohnen, Empfangen und Gastgeben in einer offensichtlichen Kontinuität miteinander verschmelzen.